Für die Berechnung von Einstrahlungswerten und Erträgen von Solaranlagen ist die genaue Kenntnis des Sonnenverlaufs in Abhängigkeit vom Ort auf der Erde, Jahreszeit und Tageszeit von Bedeutung. Der Sonnenstand lässt sich durch die Sonnenhöhe und den Sonnenazimut beschreiben.

In der Solartechnik wird im Gegensatz zur Architektur und Bautechnik (DIN 5034) Süden im Allgemeinen mit alpha = 0° bezeichnet. Nach Osten werden die Winkel mit negativem Vorzeichen versehen (Ost: alpha = - 90°). Nach Westen werden die Winkel ohne bzw. mit positivem Vorzeichen gekennzeichnet (West: alpha = 90°).

Die Solarstrahlung auf eine senkrecht zur Einfallsrichtung der Strahlung ausgerichtete Fläche ist immer größer als auf eine gleich große horizontale Fläche. Bei vorgegebenen Flächen wie z. B. Hausdächern oder Fassaden ist mit einem stets variierenden Einfallswinkel der Solarstrahlung zu rechnen, da sich Azimut und Sonnenhöhe im Laufe eines Tages und im Laufe eines Jahres ändern. Um eine Abschätzung der Eignung von Dächern und Fassaden bezüglich der solaren Nutzung vornehmen zu können, benötigt man das jährliche Strahlungsangebot.

Allgemein ist zu sagen, dass alle Dächer mit einer Ausrichtung zwischen Südwest und Südost bzw. einer Dachneigung zwischen 10° und 50° uneingeschränkt zur solaren Nutzung empfohlen werden können. Die Mindererträge erreichen maximal 10%.

Solare Nutzung von Dächern und Fassaden ist immer möglich - auch bei stärker von der idealen Lage abweichenden Dächern. Nur müssen in diesen Fällen die geringeren Einstrahlungswerte berücksichtigt werden.

Bei der solartechnischen Nutzung von Fassaden oder anderen stark geneigten Flächen ist die Einstrahlung deutlich geringer. Dies kann allerdings durch Aspekte wie gute Sichtbarkeit (Image), Ästhetik und Synergien beim Bau und Betrieb der Fassade aufgewogen werden.

Quelle: Photovoltaic Austria
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